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Treffen in Groningen: Rückblick und wie geht es weiter?

In der letzten Aprilwoche trafen wir uns in Groningen, und die Kernteammitglieder aller Partnerinstitutionen waren anwesend: aus Warschau, Tartu, Groningen und Berlin. Das Treffen bot uns die Möglichkeit, Ergebnisse zu bündeln, Bildungsinstrumente weiterzuentwickeln und zukünftige Disseminations- und Kooperationsmaßnahmen zu planen.


Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Projektergebnisse und deren praktische Umsetzung und umfassten einen Workshop mit dem Titel „Teaching Opinion Dynamics and (De)Polarisation“ mit Lehrenden der Universität Groningen. Diese Sitzung lieferte wertvolles Feedback zur praktischen Anwendbarkeit der Workshops in der Lehre.

Eine der zentralen Errungenschaften des Projekts ist der MOOC „Growing Apart: What Is Polarisation and What Can We Do About It?“. Der Kurs wurde entwickelt, um jungen Menschen zu helfen, gesellschaftliche Spaltungen besser zu verstehen, und verbindet Simulationsmodelle, spielbasiertes Lernen und Storytelling. Die Lernenden verfolgen die Geschichte von Mel und Ian in der fiktiven Stadt Bridgestone, wodurch komplexe Inhalte anhand nachvollziehbarer Szenarien zugänglicher werden. Der Kurs wird durch Videovorlesungen, Animationen, Quizze, Simulationen und Diskussionsforen ergänzt.


Der MOOC hat über verschiedene Plattformen hinweg ein breites Publikum erreicht. Mehr als 500 Teilnehmende haben sich für den FutureLearn-Kurs eingeschrieben, während 441 Personen die Moodle-basierte Version an der Universität Tartu erfolgreich abgeschlossen haben. An der Universität Warschau wurde der Kurs in den umfangreicheren Kurs „Micro to macro. Social processes and individual behaviour“ integriert, um Studierenden zu helfen, individuelle Interaktionen mit übergeordneten gesellschaftlichen Dynamiken zu verknüpfen.


Ein weiteres zentrales Ergebnis ist das „Paper-Clip Game of Opinions“, eine interaktive Workshop-Aktivität für Studierende und Schüler*innen. Das Spiel hat bereits mehr als 500 Teilnehmende einbezogen, darunter Sitzungen in Schulen in Polen und Estland. Es bietet eine sichere und ansprechende Möglichkeit, zu erforschen, wie sich Meinungen entwickeln und wie Polarisierung durch Interaktion entsteht.


ActiPLEx hat außerdem zum internationalen akademischen Austausch beigetragen. Auf dem 5. ISA-Forum für Soziologie in Rabat führten die Partner einen Workshop durch, in dem Lehrende das Spiel testeten und Feedback gaben, was dazu beitrug, die Materialien weiter zu verbessern und ihre Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Kontexten sicherzustellen.


„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt beeindruckende Ergebnisse erzielt hat und ein Publikum von 1.500 Teilnehmenden erreicht hat, die sich aktiv mit den Materialien beschäftigt haben. Sowohl die Zahlen als auch das Feedback der Studierenden bestätigen, dass ein echter Bedarf an Dialog über Polarisierung besteht“, bemerkte Agata Komendant-Brodowska, Projektkoordinatorin. „Dieses starke Interesse unterstreicht den wachsenden Bedarf sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden, gesellschaftliche Polarisierung durch innovative Bildungsansätze besser zu verstehen und anzugehen“, ergänzt Tom Spits, Koordinator des digitalen Moduls an der Universität Groningen.